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Website-Baukasten Vergleich: DSGVO, Kosten & KI-Check
Webentwicklung · 15 min

Website-Baukasten Vergleich: DSGVO, Kosten & KI-Check

Welcher Website-Baukasten ist wirklich DSGVO-sicher? Unser Vergleich prüft Wix, Jimdo & IONOS auf versteckte Kosten, KI-Features und Rechtssicherheit. Jetzt vergleichen.

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Simon

alloq.digital

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Du willst endlich deine eigene Website erstellen, aber die Auswahl an Baukästen macht dich eher unsicher als zuversichtig. Wix, Jimdo, IONOS, Squarespace — jeder Anbieter verspricht die einfachste Lösung. Doch was passiert, wenn du nach sechs Monaten merkst, dass dein Baukasten keine vernünftige DSGVO-Lösung bietet? Oder dass du deine Inhalte nicht exportieren kannst?

Die Kosten eines falschen Tools gehen weit über den Monatspreis hinaus. Abmahnungen wegen fehlerhafter Cookie-Banner, ein Design, das auf dem Smartphone auseinanderfällt, oder ein Shop-Modul, das bei zehn Produkten an seine Grenzen stößt — das sind reale Probleme, die Gründer und Kleinunternehmer im DACH-Raum täglich erleben. In 2026 kommen zwei neue Entscheidungsfaktoren hinzu: KI-Automatisierung und verschärfte Datenschutzanforderungen.

Dieser Website-Baukasten-Vergleich bewertet die führenden Anbieter nicht nur nach Features und Preis, sondern nach ihrem KI-Automatisierungs-Reifegrad und ihrer echten DSGVO-Resilienz für den deutschsprachigen Markt. Du erfährst, welcher Baukasten zu deinem konkreten Vorhaben passt, wo versteckte Kosten lauern und wann ein Baukasten schlicht nicht ausreicht.

Key Takeaway

Unser aktueller Website-Baukasten-Vergleich zeigt: Für Einsteiger ohne Vorkenntnisse ist Jimdo oft die pragmatischste Wahl, während Wix maximale Design-Freiheit bietet und IONOS beim Preis-Leistungs-Verhältnis punktet.

  • Für Rechtssicherheit im DACH-Raum (DSGVO) sind lokale Anbieter wie IONOS und Jimdo mit EU-Servern im Vorteil
  • KI-Funktionen sind 2026 entscheidend: Unterscheide zwischen reiner KI-Texterstellung und echtem KI-Webdesign
  • Vorsicht bei “kostenlosen” Tarifen — eine eigene Domain und Werbefreiheit kosten meist ab 9 € pro Monat
  • Vendor Lock-in ist ein reales Risiko: Prüfe vorab, ob du deine Daten exportieren kannst

Marktführer-Vergleich & Entscheidungshilfe

Vergleichsmatrix der vier führenden Website-Baukästen mit Bewertungen zu Zielgruppe, Preis und KI-Reifegrad Die vier Marktführer im direkten Vergleich: Wix überzeugt bei Design-Freiheit, Jimdo bei Einfachheit, IONOS beim Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Baukasten-Markt hat sich 2026 deutlich weiterentwickelt, und ein fundierter Website-Baukasten-Vergleich erfordert heute mehr als eine Feature-Liste. Entscheidend sind drei Faktoren: wie gut die KI-Automatisierung wirklich funktioniert, ob der Anbieter im DACH-Raum rechtlich sicher aufgestellt ist und ob das Preis-Leistungs-Verhältnis zum jeweiligen Vorhaben passt. Laut Statista Marktdaten 2025 hält WordPress mit über 60 % weiterhin den dominierenden Marktanteil unter den Content-Management-Systemen weltweit (2025). Für Nutzer ohne Programmierkenntnisse sind Baukästen wie Wix, Jimdo und IONOS jedoch die pragmatischere Alternative.

Top-Anbieter im direkten Vergleich: Wix, Jimdo & IONOS

Drei Anbieter-Karten zeigen Wix, Jimdo und IONOS mit Zielgruppe, Hauptvorteil und KI-Reifegrad Top-Anbieter im Überblick: Wix für Kreative, Jimdo für Einsteiger, IONOS für Kostenbewusste — jeder mit eigenem KI-Reifegrad.

Der Testsieger hängt stark vom eigenen Anwendungsfall ab. Wer pixelgenaue Kontrolle über das Design will, landet bei Wix. Wer eine schnelle, professionelle Online-Visitenkarte ohne Einarbeitungszeit braucht, ist mit Jimdo besser bedient. Laut einer Analyse von nxcode.io greifen bereits über 50 % der neuen Nutzer von Marktführern wie Wix im Erstellungsprozess auf integrierte KI-Tools zurück.

AnbieterZielgruppeHauptvorteilHauptnachteilPreis ab
WixKreative, FreelancerMaximale Design-Freiheit (pixelgenau)Steilere Lernkurve, US-Server~10 €/Monat
JimdoAbsolute Anfänger, HandwerkerKI-Setup (Dolphin) erstellt Website in MinutenEingeschränkte Design-Kontrolle~9 €/Monat
IONOSKostenbewusste GründerGünstiger Einstieg, EU-Server, guter SupportWeniger Templates, kleinere Community~5 €/Monat
SquarespaceDesign-orientierte NutzerHochwertige Templates, starke ÄsthetikEingeschränkte deutsche Lokalisierung~11 €/Monat

Ein konkretes Beispiel: Ein Fotograf, der sein Portfolio ansprechend inszenieren möchte, profitiert von der Design-Freiheit bei Wix. Ein Handwerker, der schnell eine Seite mit Kontaktformular und Öffnungszeiten braucht, kommt mit Jimdo in unter einer Stunde zum Ergebnis. Für einen detaillierten Kostenvergleich zwischen Baukästen und Agenturen lohnt sich ein separater Blick auf die Gesamtkosten.

Kosten & Tarife 2026: Wo verstecken sich Gebühren?

Eisberg-Grafik zeigt sichtbare Monatspreise oben und versteckte Zusatzkosten unterhalb der Oberfläche Die wahren Kosten eines Website-Baukastens: Der Monatspreis ist nur die Spitze — Domain, E-Mail und Verlängerungen summieren sich.

Beim Website-Baukasten im Vergleich zeigen sich die wahren Kosten oft erst im Detail. Die beworbenen Einstiegspreise gelten fast immer nur bei Abschluss eines Jahresvertrags. Nach dem ersten Jahr steigen die Tarife bei einigen Anbietern um 30 bis 50 %.

Wichtige Auswahlkriterien, die oft übersehen werden:

  • Domain-Kosten: Bei den meisten Anbietern ist die Domain nur im ersten Jahr inklusive. Danach fallen 10 bis 15 € jährlich an
  • E-Mail-Postfach: Professionelle E-Mail-Adressen (info@deinefirma.de) sind selten im Basistarif enthalten
  • Werbefreiheit: Kostenlose Tarife zeigen Anbieter-Werbung auf deiner Seite, was für Geschäftskunden unseriös wirkt
  • Automatische Verlängerung: Prüfe die Kündigungsfristen — bei einigen Anbietern beträgt die Frist drei Monate vor Laufzeitende

Die günstigsten werbefreien Tarife mit eigener Domain starten bei IONOS (ab ca. 5 €/Monat) und Jimdo (ab ca. 9 €/Monat). Wix liegt im mittleren Segment, während Squarespace im deutschsprachigen Raum tendenziell am teuersten ist.

KI-Features im Check: Wer bietet echte Automatisierung?

KI-Reifegrad-Spektrum zeigt vier Baukästen von Assistenzfunktion bis voller Automatisierung positioniert KI ist nicht gleich KI: Von einfachen Textvorschlägen (IONOS) bis zur vollautomatischen Website-Erstellung (Jimdo Dolphin) — die Unterschiede sind erheblich.

KI ist 2026 das zentrale Differenzierungsmerkmal im Baukasten-Markt — doch die Qualität der Implementierung variiert erheblich. Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen KI-Texterstellung (generiert Platzhaltertexte) und KI-Webdesign (erstellt komplette Seitenstrukturen basierend auf deinen Angaben).

  • Jimdo Dolphin: Erstellt eine komplette Website durch geführte Fragen (Branche, Ziel, Stil). Geeignet für Nutzer, die schnell ein Ergebnis brauchen und wenig anpassen möchten
  • Wix ADI / KI-Tools: Bietet KI-gestützte Designvorschläge, Text- und Bildgenerierung. Die Ergebnisse lassen sich anschließend manuell verfeinern
  • IONOS MyWebsite Now: Setzt auf strukturierte Templates mit KI-Textvorschlägen, jedoch ohne vollautomatische Seitenerstellung
  • Squarespace Blueprint: Relativ neues KI-Feature, das Layouts auf Basis von Nutzereingaben vorschlägt

Der KI-Automatisierungs-Reifegrad unterscheidet sich also deutlich: Jimdo automatisiert den gesamten Erstellungsprozess, Wix kombiniert Automatisierung mit manueller Kontrolle, und IONOS setzt KI eher als Assistenzfunktion ein.

Mit diesen Informationen zu Anbietern, Kosten und KI-Features steht die nächste zentrale Frage an: Wie sicher ist dein gewählter Baukasten in Bezug auf die DSGVO?

Rechtssicherheit & Regionale Anforderungen (DACH)

DSGVO-Compliance-Dashboard vergleicht Serverstandorte, AV-Verträge und Cookie-Lösungen der vier Anbieter DSGVO-Check: Jimdo und IONOS punkten mit EU-Servern und integrierten Cookie-Lösungen — bei Wix und Squarespace ist Nacharbeit nötig.

Rechtssicherheit ist für Website-Betreiber im DACH-Raum kein optionales Extra, sondern eine existenzielle Notwendigkeit. Abmahnungen wegen fehlerhafter Datenschutzerklärungen oder nicht konformer Cookie-Banner können schnell mehrere tausend Euro kosten. Wer 2026 einen Baukasten wählt, sollte deshalb neben dem Design auch die DSGVO-Resilienz des Anbieters prüfen.

DSGVO-Check: Serverstandorte & AV-Verträge

DSGVO-Checkliste mit Serverstandort, AV-Vertrag, Cookie-Banner und Google-Fonts-Status für vier Anbieter Der detaillierte DSGVO-Check: Jimdo und IONOS erfüllen alle Kriterien nativ — bei Wix und Squarespace gibt es Nachbesserungsbedarf.

Die DSGVO stellt klare Anforderungen an die Verarbeitung personenbezogener Daten. Wie datenschutz.org empfiehlt, sollten Website-Betreiber bei der Wahl ihres Baukastens auf Serverstandorte innerhalb der Europäischen Union achten, um Risiken zu minimieren. Deutsche Anbieter wie Jimdo und IONOS haben hier einen strukturellen Vorteil.

AnbieterServerstandortAV-Vertrag verfügbar?Cookie-Lösung integriert?
WixPrimär USA (mit EU-CDN)Ja (im Datenschutzcenter)Ja (eigenes Cookie-Banner)
JimdoDeutschland (EU)Ja (automatisch)Ja (integriert)
IONOSDeutschland (EU)Ja (im Kundenkonto)Ja (integriert)
SquarespaceUSAJa (auf Anfrage)Eingeschränkt

Ein häufig unterschätztes Risiko: Viele Baukasten-Templates laden Google Fonts von externen Servern. Das kann zu Abmahnungen führen, wenn die Einwilligung der Nutzer fehlt. Bei Jimdo und IONOS werden Schriftarten in der Regel lokal bereitgestellt. Bei Wix solltest du dies manuell überprüfen.

Neben dem AV-Vertrag benötigst du eine rechtskonforme Datenschutzerklärung. Baukasten-Vorlagen ersetzen hier keine individuelle Rechtsberatung — sie bieten lediglich eine Grundstruktur. Für eine Checkliste für rechtssichere Websites und DSGVO-Anforderungen findest du weitere Details in unserem separaten Ratgeber.

Jede geschäftliche Website in Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigt ein Impressum. Moderne Baukästen wie Jimdo bieten Impressums-Generatoren, die die wichtigsten Pflichtangaben abfragen und automatisch eine Seite erstellen. IONOS stellt ähnliche Tools bereit. Bei Wix und Squarespace musst du das Impressum hingegen manuell als eigene Seite anlegen.

Beim Cookie-Management gilt: Ein einfaches Banner reicht oft nicht aus. Du brauchst eine Lösung, die zwischen technisch notwendigen und optionalen Cookies unterscheidet und die Einwilligung dokumentiert. Jimdo und IONOS liefern integrierte Lösungen mit. Bei Wix empfiehlt es sich, die integrierte Cookie-Lösung auf DSGVO-Konformität zu prüfen oder auf externe Tools wie Cookiebot zurückzugreifen.

Regionale Besonderheiten: Schweiz & Österreich

DACH-Karte mit länderspezifischen Rechtsanforderungen für Deutschland, Österreich und die Schweiz Drei Länder, drei Rechtsrahmen: Impressumspflicht und Datenschutz unterscheiden sich in DE, AT und CH — hier sind die wichtigsten Unterschiede.

Wer einen Website-Erstellen-Vergleich für die Schweiz oder Österreich sucht, stößt auf zusätzliche Anforderungen. Laut Beobachter.ch müssen Webseitenbetreiber in der Schweiz zwingend ein Impressum mit Name, Postadresse und E-Mail-Adresse angeben. Anders als in der EU gibt es in der Schweiz jedoch kein einheitliches Telemediengesetz — die Impressumspflicht ergibt sich aus dem Schweizer Obligationenrecht und dem UWG.

Für österreichische Gründer kann die KMU-Digitalförderung einen Teil der Kosten für die Website-Erstellung abdecken. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zu Fördermöglichkeiten für Digitalisierungsprojekte in Österreich.

Beim Support ist der DACH-Raum ebenfalls ein Unterscheidungsmerkmal: Jimdo und IONOS bieten deutschsprachigen Kundendienst per Telefon und E-Mail. Bei Wix und Squarespace ist der Support primär auf Englisch verfügbar, auch wenn die Oberfläche auf Deutsch existiert.

Technische Bedienbarkeit & Design-Freiheit

Split-Screen-Vergleich zwischen pixelgenauem Drag-and-Drop-Editor und strukturiertem Block-Editor Der zentrale Trade-off: Wix bietet pixelgenaue Freiheit für Gestalter, Jimdo strukturierte Automatisierung für Pragmatiker.

Die Wahl des richtigen Editors entscheidet darüber, ob du deine Website mit Freude oder mit Frust erstellst. Ohne Coding-Skills brauchst du einen Editor, der intuitiv funktioniert — doch “intuitiv” bedeutet für verschiedene Nutzer unterschiedliche Dinge.

KI-Automatisierung vs. Pixelgenaue Freiheit

Der zentrale Trade-off im Drag-and-Drop-Bereich lautet: maximale Kontrolle oder maximale Einfachheit. Laut einer Analyse von metanet.ch zählen KI-Integration und Performance-Optimierung 2026 zu den kritischen Erfolgsfaktoren für moderne Websites.

Pixelgenaue Freiheit (Wix): Du kannst jedes Element frei auf der Seite platzieren. Das ermöglicht einzigartige Layouts, birgt aber das Risiko, dass Elemente sich überlappen oder auf verschiedenen Bildschirmgrößen ungewollt verschieben. Für Nutzer mit gestalterischem Gespür ist das ein Vorteil — für absolute Anfänger kann es zur Stolperfalle werden.

Strukturierte Automatisierung (Jimdo): Der Editor arbeitet mit festen Inhaltsbereichen. Du kannst Texte, Bilder und Blöcke einfügen, aber nicht pixelgenau verschieben. Das Ergebnis sieht dadurch immer professionell aus, auch wenn du keine Design-Erfahrung mitbringst.

Als Faustregel gilt: Wenn du ein klares Bild im Kopf hast, wie deine Website aussehen soll, und bereit bist, Zeit in die Umsetzung zu investieren, ist Wix die bessere Wahl. Wenn du möglichst schnell online sein willst und das Design “einfach passen” soll, ist Jimdo zielführender. Für eine Einschätzung der Grenzen von Baukästen bei individuellem Design empfehlen wir unseren Vergleich mit professioneller Webentwicklung.

Der folgende Editor-Entscheidungsbaum visualisiert diesen Entscheidungsprozess:

Entscheidungsbaum-Flowchart führt durch Fragen zu Design-Kontrolle und Budget zum passenden Website-Baukasten Der Editor-Entscheidungsbaum: Drei Fragen führen dich zum richtigen Baukasten — von Design-Kontrolle über Einarbeitungszeit bis Budget-Priorität.

Mobile Optimierung & Core Web Vitals

Core-Web-Vitals-Balkendiagramm vergleicht Ladezeit-Performance von Wix, Jimdo, IONOS und Squarespace Mobile Performance im Vergleich: Jimdo und IONOS liefern die konstantesten Core-Web-Vitals-Werte — Squarespace-Templates laden durch große Bilddateien langsamer.

Alle vier getesteten Baukästen generieren automatisch eine mobile Ansicht deiner Website. Doch “automatisch” bedeutet nicht “optimal”. In der Praxis sind manuelle Anpassungen fast immer nötig — Überschriften, die am Desktop gut aussehen, können auf dem Smartphone umbrechen, und Bilder werden oft nicht ideal skaliert.

Die Core Web Vitals (Googles Performance-Metriken) variieren je nach Baukasten und genutztem Template:

  • Wix hat in den letzten Jahren deutlich nachgebessert und liefert bei optimierten Templates solide Werte
  • Jimdo punktet durch schlanke Templates mit guten Ladezeiten
  • IONOS bietet konsistente Performance durch EU-Server mit kurzen Latenzen im DACH-Raum
  • Squarespace liefert visuell anspruchsvolle Templates, die jedoch durch große Bilddateien langsamer laden können

Prüfe nach der Erstellung deine Seite mit Googles PageSpeed Insights und optimiere Bilder sowie Videos manuell, falls nötig.

Für wen eignet sich welcher Editor?

Die Entscheidung lässt sich auf drei Nutzertypen herunterbrechen:

  • Der Pragmatiker (will schnell fertig werden): Jimdo mit KI-Setup. Website steht in unter einer Stunde
  • Der Gestalter (will alles selbst bestimmen): Wix mit Drag-and-Drop-Editor. Mehr Einarbeitungszeit, aber volle Kontrolle
  • Der Sparsame (will das beste Preis-Leistungs-Verhältnis): IONOS mit soliden Templates und günstigem Einstieg

Homepage-Baukästen ermöglichen auch Laien die einfache Erstellung einer eigenen Website — ganz ohne Programmierkenntnisse. Entscheidend ist, dass du dich im Editor wohlfühlst und nicht gegen das Tool arbeitest.

E-Commerce & Shop-Funktionalität

Drei-Stufen-Grafik zeigt Baukasten-Shop, E-Commerce-Tarif und dedizierte Shop-Lösung nach Produktanzahl Nicht jeder Shop braucht Shopify: Für bis zu 50 Produkte reicht ein Baukasten-Modul — darüber hinaus lohnt sich eine dedizierte Lösung.

Wer über seinen Baukasten auch Produkte verkaufen möchte, sollte klar zwischen einem einfachen Shop-Modul und einer vollwertigen E-Commerce-Lösung unterscheiden. Diese Unterscheidung spart langfristig Geld und Frustration.

Wann reicht ein Baukasten-Shop?

Ein E-Commerce-Modul innerhalb eines Baukastens eignet sich für Sortimente bis etwa 50 Produkte ohne komplexe Varianten. Wer handgemachte Produkte, Dienstleistungen oder digitale Downloads verkauft, kommt mit den Shop-Funktionen von Wix oder Jimdo in der Regel aus.

Laut dem Händlerbund Rechtsratgeber treten im Jahr 2026 neue EU-Vorgaben in Kraft, die unter anderem die Implementierung eines verpflichtenden Widerrufsbuttons für Online-Verträge fordern. Das betrifft auch kleine Baukasten-Shops und sollte bei der Einrichtung berücksichtigt werden.

Für größere Sortimente, komplexe Produktvarianten oder internationale Versandlogistik kann ein dediziertes System wie Shopify die bessere Wahl sein. Ein Vergleich von Buchungsportalen und provisionsfreiem Direktvertrieb zeigt, dass die Wahl der Plattform stark vom Geschäftsmodell abhängt.

Zahlungssysteme & Schnittstellen

Die Integration von Zahlungssystemen unterscheidet sich zwischen den Anbietern:

  • Wix: PayPal, Stripe, Kreditkarte, Klarna (je nach Tarif)
  • Jimdo: PayPal, Stripe, Sofortüberweisung
  • IONOS: PayPal, Stripe, Vorkasse
  • Squarespace: Stripe, PayPal (eingeschränkte Zahlungsoptionen im DACH-Raum)

Achte besonders auf die Transaktionsgebühren. Einige Baukästen erheben zusätzlich zur Gebühr des Zahlungsanbieters eine eigene Provision von 1 bis 3 % pro Verkauf. Bei höheren Umsätzen summiert sich das erheblich.

Die CMS-Marktdaten von Statista CMS-Vergleich zeigen, dass WordPress und WooCommerce weiterhin den E-Commerce-Markt dominieren. Für Nutzer ohne technisches Know-how bieten Baukästen-Shops jedoch einen deutlich einfacheren Einstieg. Aus der Erfahrung des Agenturalltags bei alloq.digital sehen wir häufig, dass Gründer mit einem Baukasten-Shop starten und bei wachsendem Geschäft auf eine individuelle Lösung migrieren — eine Strategie, die funktioniert, solange die Daten migration eingeplant wird.

Diese konkreten Vergleichsdaten helfen dir, die richtige Plattform nicht nach Bauchgefühl, sondern nach messbaren Kriterien zu wählen. Statt auf allgemeine Empfehlungen zu vertrauen, kannst du anhand von Serverstandorten, Transaktionsgebühren und KI-Reifegrad eine fundierte Entscheidung treffen.

Grenzen von Baukästen: Wann Sie eine individuelle Lösung brauchen

Schwellenwert-Grafik zeigt wann ein Baukasten ausreicht und wann eine individuelle Lösung nötig wird Ehrliche Grenzziehung: Portfolio und Kleinst-Shop funktionieren im Baukasten — bei ERP-Anbindung, Konfiguratoren oder 500+ Produkten wird es Zeit für individuelle Entwicklung.

Ein ehrlicher Vergleich von Website-Baukästen muss auch deren Grenzen benennen. Baukästen sind hervorragende Werkzeuge für standardisierte Anforderungen — aber sie sind nicht für jedes Projekt geeignet.

Risiken bei Skalierung und Vendor Lock-in

Das größte Risiko bei Baukästen ist der sogenannte Vendor Lock-in: Deine Website existiert nur innerhalb des Systems des Anbieters. Bei den meisten geschlossenen Baukästen (Wix, Jimdo, Squarespace) kannst du weder das Design noch die Inhalte in einem standardisierten Format exportieren. Wenn du den Anbieter wechseln möchtest, bedeutet das oft: komplett neu anfangen.

Weitere Einschränkungen, die bei wachsenden Anforderungen relevant werden:

  • Performance-Grenzen: Bei sehr hohem Traffic (z.B. über 50.000 Besucher pro Monat) stoßen Baukästen-Server an ihre Grenzen
  • Funktionsumfang: Komplexe Datenbank-Anwendungen, benutzerdefinierte Schnittstellen oder individuelle Kalkulatoren lassen sich mit Baukästen nicht oder nur eingeschränkt umsetzen
  • SEO-Limitierungen: Fortgeschrittene SEO-Maßnahmen wie Server-Side Rendering, Schema-Markup-Anpassungen oder Hreflang-Tags sind bei einigen Anbietern nicht konfigurierbar

Auch bei den Rechtstexten gilt: Baukasten-Vorlagen für Datenschutzerklärungen und AGB ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Die finale Verantwortung für die Konformität liegt immer beim Website-Betreiber.

Wann Sie einen Profi engagieren sollten

Es gibt klare Szenarien, in denen ein Baukasten die falsche Wahl ist:

  • Komplexe Datenbank-Anbindungen: Wenn dein Geschäftsmodell eine Verbindung zu ERP-Systemen, CRM-Software oder individuellen APIs erfordert, stößt jeder Baukasten an seine Grenzen
  • Individuelle Geschäftslogik: Preisrechner, Konfiguratoren oder mehrstufige Buchungssysteme benötigen maßgeschneiderte Entwicklung
  • Skalierbare E-Commerce-Projekte: Ab etwa 500 Produkten mit komplexen Varianten und internationalem Versand ist eine dedizierte Shop-Lösung (Shopify, WooCommerce, Shopware) die bessere Basis

In diesen Fällen lohnt sich der Blick auf individuelle Webentwicklung für komplexe Anforderungen. Die Investition ist höher, aber du erhältst volle Kontrolle über Technik, Design und Daten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welcher Website-Baukasten ist der beste für Anfänger?

Für Einsteiger ohne Vorkenntnisse gilt Jimdo oft als pragmatischste Wahl, da die integrierte KI (Dolphin) die Erstellung stark vereinfacht. Wix bietet zwar mehr Designfreiheit, besitzt aber eine steilere Lernkurve, die Anfänger überfordern kann. Wer schnell und unkompliziert eine Visitenkarte im Netz braucht, kommt mit automatisierten Systemen schneller zum Ziel. Individuelle Designwünsche sind bei starker Automatisierung jedoch eingeschränkt.

Gibt es kostenlose Homepage-Baukästen?

Ja, viele Anbieter wie Wix, Jimdo oder Webnode bieten dauerhaft kostenlose Tarife an. Diese sind jedoch meist werbefinanziert und erlauben keine eigene Domain (z.B. .de), was für geschäftliche Zwecke unseriös wirken kann. Eine Adresse wie “meinbusiness.jimdosite.com” eignet sich eher für private Hobbys als für Firmen. Für professionelle Zwecke ist ein kostenpflichtiger Tarif (ab ca. 9 €/Monat) empfehlenswert.

Welcher Anbieter eignet sich am besten für Online-Shops?

Wenn du Produkte professionell verkaufen möchtest, sind spezialisierte E-Commerce-Tarife notwendig. Wix bietet starke Shop-Funktionen für kleine bis mittlere Sortimente, während für reine, skalierbare E-Commerce-Projekte oft Shopify empfohlen wird. Ein kleiner Etsy-Verkäufer ist mit einem Baukasten gut bedient; ein Großhändler benötigt eine dedizierte Shop-Lösung. Prüfe vorab die Transaktionsgebühren der jeweiligen Tarife.

Sind Website-Baukästen DSGVO-konform?

Deutsche Anbieter wie Jimdo oder IONOS haben Serverstandorte in der EU und bieten bessere Voreinstellungen für die DSGVO. Internationale Konkurrenten erfordern oft manuelle Anpassungen bei Cookie-Bannern und Schriftarten-Einbindung. Achte auf den Serverstandort und das Vorhandensein eines AV-Vertrags im Kundenmenü. Eine Rechtsberatung ersetzt dies jedoch nicht — die finale Verantwortung liegt beim Betreiber.

Was kostet ein guter Website-Baukasten im Monat?

Solide Einsteigertarife beginnen bei etwa 5 € pro Monat (z.B. IONOS). Werbefreie Tarife mit ausreichend Speicherplatz und eigener Domain liegen meist zwischen 9 € und 15 € monatlich. E-Commerce-Tarife starten oft erst ab 20 € bis 30 € monatlich. Preise variieren häufig nach dem ersten Vertragsjahr — achte auf Verlängerungskosten und Kündigungsfristen.

Fazit

Dieser Website-Baukasten-Vergleich zeigt: Die richtige Wahl hängt weniger vom “besten” Tool ab als von deinem konkreten Vorhaben. Jimdo eignet sich für alle, die schnell und ohne Einarbeitung eine professionelle Seite brauchen. Wix ist die erste Wahl für Nutzer, die maximale Gestaltungsfreiheit wollen und bereit sind, Zeit zu investieren. IONOS punktet mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis und starker DSGVO-Compliance durch EU-Server.

In 2026 sind zwei Faktoren entscheidender als je zuvor: KI-Automatisierung spart dir Stunden bei der Erstellung, aber echte DSGVO-Resilienz spart dir potenziell Tausende Euro an Abmahnkosten. Prüfe deshalb nicht nur den Monatspreis, sondern auch Serverstandort, AV-Vertrag und die Möglichkeit, deine Daten bei einem Anbieterwechsel zu exportieren.

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Simon

Founder & Lead Developer, alloq.digital

Spezialisiert auf SaaS-Plattformen, Webentwicklung und KI-Automatisierung. Baut seit Jahren digitale Produkte, die Unternehmen voranbringen.

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